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Ernüchterung und Enttäuschung beim UN-Klimagipfel

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Ernüchterung und Enttäuschung beim UN-Klimagipfel

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Der UN Klimagipfel in New York sollte den ins Stocken geratenen Verhandlungen für ein weltweites Klimaabkommen neuen Schwung verleihen.

Drei Monate vor dem Treffen in Kopenhagen, wo das Kyoto-Nachfolge-Abkommen ausgehandelt werden soll, ist die Bilanz des Treffens in New York ernüchternd. Besonders die USA enttäuschten die Erwartungen. Sie kündigten zwar an, beim Kampf gegen den Klimawandel weitere Maßnahmen zu ergreifen. Konkrete Zusagen machte Obama aber nicht. Der chinesische staatschef Hu Jintao kündigte vage an, sein Land wolle den C02-Ausstoß bis zum Jahr 2020 “spürbar” unter die Werte des Jahres 2005 drücken. Bisher war dieses Ziel erst für 2050 angepeilt. Auch ein Videoclip mit deutlichen Bildern des Klimawandels konnten die über 100 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt nicht erweichen, stärkere Maßnahmen zu ergreifen. Die Europäer wollen ihren CO2-Ausstoß bis 2020 um bis zu 20 Prozent senken, Japan sogar um 25 Prozent. Dagegen sind die US-Regierung und Kanada bisher nur bereit, ihre Treibhausgase bis 2020 auf das Niveau von 1990 zurückzuschrauben.