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Erste Rede Obamas vor UN-Vollversammlung

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Erste Rede Obamas vor UN-Vollversammlung

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Mit Spannung wird die erste Rede von US-Präsident Barack Obama vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen erwartet. Zum Auftakt wird UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprechen. Obamas Rede wurde für heute Nachmittag angesetzt. Der Präsident hatte nach seinem Amtsantritt zugesagt, das seit langem gespannte Verhältnis zu der Weltorganisation zu verbessern. Die fünftägige Generaldebatte ist eine offene Aussprache der 192 UN-Mitglieder. Zu den beherrschenden Themen gehören die Ergebnisse der UN-Klimakonferenz, die gestern zu Ende ging. Ban Ki Moon wertete sie trotz ausgebliebener konkreter Zusagen als Erfolg. Auch Obama hatte sich auf keine klaren Ziele festgelegt.

Der Atomstreit mit dem Iran steht ebenfalls auf der Tagesordnung, – und eine Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad: Er hatte erst kürzlich wieder den Holocaust geleugnet. Israel hat zu einem Boykott seiner Rede aufgerufen. Viele Länder fürchten, dass der Iran unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms nach der Atombombe strebt. Nordkorea hat sich längst zur Atommacht erklärt. Nach chinesischen Angaben ist der Machthaber von Pjöngjang, Kim Jong Il, zu neuen Gesprächen über das Atomwaffenprogramm seines Landes bereit. Der UN-Sicherheitsrat hatte nach dem zweiten Atomtest Nordkoreas im vegangenen Mai die Sanktionen gegen das Land verschärft. Test von Trägerraketen mit großer Reichweite sorgen in der Region für Unruhe. Im April hatte sich Pjöngjang von den Sechser-Gesprächen über sein Atomwaffenprogramm zurückgezogen; an den Gesprächen waren Nord- und Südkorea sowie die USA, China, Russland und Japan beteiligt.