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Millenium Festival eröffnet

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Millenium Festival eröffnet

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In Brüssel ist das “Millenium Festival” eröffnet worden. Gezeigt werden Dokumentationen, die etwas mit dem Millennium Development Goals der UN zu tun haben. Fast 200 Staaten haben die Erklärung unterzeichnet. Es gibt acht Ziele. Dazu gehören die Bekämpfung von extremer Armut und die Verbesserung der Gesundheit von Müttern.

Der Präsident des Festivals, Lubomir Gueorguiev sagte: “Das Kino kann helfen und zwar dadurch, wenn Filme wirklich in die Tiefe gehen. Wichtig ist, das Menschen vorgestellt werden. Das die Wurzeln und die wahren Mechanismen in den Entwicklungsländern gezeigt werden. Das man die Menschen versteht, die in diesen Ländern leben und arbeiten.” Gezeigt wird auch der Film “Biblioburro”, der in Kolumbien spielt. Es geht um eine Bibliothek, die vom Rücken von Eseln herunter Bücher verleiht. Die UN ist von dem Festival begeistert. Der Direktor der Büros in Brüssel, Antonio Vigilante, sagte: “Wir müssen den anderen ins Gesicht sehen. Wir müssen wissen, wie das wirkliche Leben in armen Ländern wie Bangladesch, Sri Lanka, Vietnam oder Haiti aussieht. Nur dann bekommen wir ein Gefühl und ein Verständnis für unsere Millennium Development Goals.” Zwölf Filme laufen im Wettbewerb. Außerdem werden Dokumentationen im Panorama gezeigt. Den Jury-Vorsitz hat der brasilianische Dokumentarfilmer Silvio Tendler übernommen. Zur Eröffnung wurde der Film “It’s All True” von Orson Wells gezeigt. Er drehte 1942 in den Favelas, den Elendsvierteln von Rio de Janeiro. Der Film blieb ein Fragment und wurde erst 1985 wiederentdeckt.