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Opelaner protestieren in Antwerpen

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Opelaner protestieren in Antwerpen

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Tausende Opelaner aus Antwerpen sind hier, aber auch viele Kollegen aus den anderen Standorten in Europa haben die Reise auf sich genommen: Hier, vor dem belgischen Opelwerk, protestieren sie zum einen gegen die geplante Schließung, zum anderen gegen Stellenstreichungen auch in den übrigen Fabriken.

“Das hier geht jeden was an”, sagt ein Opelarbeiter aus Spanien. “Wie sind gegen Schließungen und gegen Entlassungen. Wir wissen auch, dass umgebaut werden muss, aber das muss sozialverträglich geschehen.” Keine Schließungen, keine Entlassungen, das will auch sein englischer Kollege von der Schwesterfirma Vauxhall; dazu eine gerechte Verteilung der Arbeit auf die verschiedenen Werke. Auch rund tausend Opelaner aus Deutschland zeigen ihre Solidarität. Die EU warnt die Bundesregierung inzwischen davor, mit ihren geplanten Hilfen die deutschen Werke zu bevorzugen. “Es kann nicht angehen, dass ein Land eine Lösung finanziert zu Lasten von anderen”, sagt EU-Industriekommissar Günter Verheugen; “denn das europäische Recht ist hier vollkommen klar. Beihilfen sind verboten nach dem europäischem Vertrag und nur in Ausnahmefällen zulässig. Jedenfalls sind sie nicht zulässig, wenn damit politische Bedingungen verknüpft sind.” Der Opelkäufer Magna und seine russischen Partner wollen außer Antwerpen alle Werke zumindest vorerst erhalten. Zehntausend Jobs sollen europaweit aber wegfallen – das ist jede fünfte Stelle.