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Wahlkampf um Jungwähler in Deutschland

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Wahlkampf um Jungwähler in Deutschland

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Wenige Tage vor der deutschen Bundestagswahl versuchen die Parteien, insbesondere die Jungwähler anzusprechen und aus der gefürchteten Wahlmüdigkeit zu wecken. Die regierenden Christdemokraten setzen auf ihre Jugendorganisation, die Junge Union: Ihre Aktivisten werben mit Telefon-Rundrufen für Wahlkampf-Veranstaltungen. Breite Telefonkampagnen seien in Deutschland nicht erlaubt, erklärt Max Odefrey aus Berlin, nur Parteimiglieder dürfe man anrufen und mobilisieren. Aber mit Flugblättern dürfen die Aktivisten jeden ansprechen, so auch in Schwerin, Hauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Dort und andernorts versucht die Bundeskanzlerin, den Vorsprung der CDU in Umfragen zu verteidigen – oder wieder zu vergrößern, denn die Sozialdemokraten haben aufgeholt. Ob am Wahlsonntag die gewünschte Mehrheit für eine Koalition mit den Liberalen zustandekommt, ist zunehmend fraglich. Mitunter hat es Angela Merkel bei ihren Auftritten mit modernen Formen des Protests zu tun – wie in Hamburg, wo ein Flashmob in Erscheinung trat, zusammengerufen per SMS, und wie auf Kommando nur ein Wort erschallen ließ: Yeah!