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Erstmals Aids-Impfmittel erfolgreich getestet

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Erstmals Aids-Impfmittel erfolgreich getestet

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Erstmals hat ein Versuch mit einem Impfstoff gegen die Immunschwächekrankheit Aids mäßige Erfolge gezeigt. Nach Angaben des Aidsprogramms der Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation belegt eine Studie in Thailand mit 16.000 Teilnehmern erstmals, dass ein Impfstoff eine HIV-Infektion bei Erwachsenen verhindern kann. Der Rückgang der Infektionen sei zwar gering, aber statistisch deutlich. Saladin Osmanow von den Vereinten Nationen sagt, das Ergebnis sei ein Durchbruch für die Wissenschaft. Man habe aber immer noch keinen Impfstoff für die gesamte Bevölkerung, und man benötige weitere Tests, um diesen Impfstoff weiterzuentwickeln. Thanad Yomha ist einer der Freiwilligen, die sich an der Studie beteiligt haben. Er erwarte für sich selbst nichts davon, sagt er. Angesichts seines Alters sei das etwas für andere, das mache man für die kommende Generation. Weltweit sind mehr als 33 Millionen Menschen an Aids erkrankt, 67 Prozent davon in Afrika. Allein 2007 steckten sich 2,7 Millionen Menschen an, 2 Millionen Patienten starben. Trotz der mäßigen Wirksamkeit des neuen Impfstoffes von rund 30 Prozent wecke das Präparat Hoffnungen für die Impfstoffforschung, heisst es bei den Vereinten Nationen. Ein sicherer und hocheffektiver HIV-Impfstoff könne Wirklichkeit werden.