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Keine Lösung um Irans Atomprogramm

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Keine Lösung um Irans Atomprogramm

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Hunderte Demonstranten haben in New York gegen Libyens Revolutionsführer Muammar Gaddafi protestiert. Gaddafi sorgte mit seiner ersten Rede vor den Vereinten Nationen seit vierzig Jahren für Aufregung. Er zerriss ein Exemplar der UNO-Charta und warf dem UNO-Sicherheitsrat Terrorismus vor.

Am Rande der jährlichen Generaldebatte berieten Amerikas Präsident Barack Obama und sein russischer Kollege Dmitri Medwedjew über das Vorgehen gegen das iranische Atomprogramm. Beide wollen weitere Sanktionen, wenn Iran sich weiterhin weigere, sein Nuklearprogramm offenzulegen. Die fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrat und Deutschland begrüßten das und stellten Teheran ein Ultimatum. Bei ihrem Treffen am 1. Oktober in Genf solle der Iran endlich ernsthafte Antworten liefern, hieß es in der Erklärung. Auf den Streit um das Atomprogramm seines Landes ging der iranische Präsident Machmud Achmadinedschad vor der UNO mit keinem Wort ein. Er griff in seiner Rede Israel an und bezeichnete die israelische Politik gegenüber den Palästinensern als “unmenschlich” und “rassistisch”. Viele westliche Teilnehmer verliessen daraufhin den Saal. Die israelische Delegation hatte die Rede von vornherein boykottiert. Letzte Woche hatte Achmadinedschad bereits für Empörung gesorgt, als er in einer Rede in Teheran erneut den Holocaust leugnete.