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Pittsburgh rüstet sich für den G20-Gipfel

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Pittsburgh rüstet sich für den G20-Gipfel

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In Pittsburgh tagen heute und morgen die Staats-und Regierungschefs der 20 wichtigsten Wirtschaftsmächte. In der ganzen Stadt gilt die höchste Sicherheitsstufe. Knapp 5000 Polizisten sind im Einsatz. Behörden rechnen mit bis zu 10.000 Demonstranten.

Das Treffen der G20 in Pittsburgh, im US-Bundesstaat Pennsylvania, ist bereits das Dritte innerhalb von knapp einem Jahr. Ziel der zweitägigen Beratungen ist es, mit schärferen Regeln und mehr Aufsicht die weltweiten Finanzmärkte stabiler zu machen. Und so zukünftige Finanz- und Wirtschaftskrisen zu verhindern. Deutschland und Frankreich wollen eine Begrenzung der Bonuszahlungen an Banker durchsetzen. US-Präsident Obama kündigte an, er wolle wirtschaftliche Ungleichgewichte zwischen reichen Exportnationen und stark verschuldeten Ländern korrigieren. Experten befürchten aber, dass konkrete Beschlüsse ausbleiben. “Die Staats-und Regierungschefs kommen nach Pittsburgh mit einer grossen Selbstgefälligkeit, weil sie das Finanzsystem wieder einigermassen auf Kurs gebracht haben. Dabei haben sie das Grundproblem, das zu der Krise geführt hat, nicht gelöst”, sagte ein Wirtschaftsexperte. “Die wichtigen Themen klammern sie auch bei diesem Gipfel aus. es geht nur darum, ein nettes Foto zu schiessen und dann schnell wieder nach Hause zu fliegen.” Erstmals steht auch der Klimaschutz auf der Tagesordnung des G20-Gipfels. Am Dienstag hatte der UN-Klimagipfel in New York keine konkreten Beschlüsse hervorgebracht. Von Pittsburgh aus soll nun ein ermutigendes Signal ausgehen, für die Beratungen über das Kyoto-Folgeabkommen in Kopenhagen im Dezember.