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Sarkozy bezeichnet Villepin als "schuldig"

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Sarkozy bezeichnet Villepin als "schuldig"

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Im Verleumdungsprozess in der sogenannten “Clearstream-Affäre” gegen Frankreichs ehemailgen Premierminister Dominique de Villepin hat Präsident Nicolas Sarkozy mit einer Vorverurteilung für Empörung gesorgt. In einem Fernsehinterview sagte Sarkozy am Mittwoch, zwei unabhängige Richter hätten nach zweijährigen Ermittlungen in der Affäre festgestellt, dass – so wörtlich – die “Schuldigen vor ein Gericht gestellt werden müssen”. Die Anwälte Villepins und anderer Angeklagter warfen Sarkozy umgehend einen Verstoß gegen die Unschuldsvermutung vor. Villepins Anwalt Olivier Metzner sprach vom schlimmsten Verstoß gegen die Unschuldsvermutung, die es jemals in Frankreich gegeben habe. Wenn ein Privatmann so etwas sage oder ein Journalist – aber wenn der Präsident der Republik sich über die Schuld von jemanden äußere, über den noch kein Urteil gefällt worden sei, das sei unakzeptabel. Villepin steht im Verdacht, in eine weitreichende Kampagne gegen Sarkozy und andere Persönlichkeiten verwickelt zu sein. Er soll gefälschte Kontolisten des Luxemburger Finanzhauses Clearstream genutzt haben, um Sarkozy in den Verdacht der Geldwäsche und Korruption zu bringen. Wegen des Skandals hatte Villepin schon die Kandidatur um die Präsidentschaft 2007 verpasst. Heikel ist, dass Sarkozy in dem Prozess zu den Klägern zählt.