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UNO-Sicherheitsrat für nukleare Abrüstung

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UNO-Sicherheitsrat für nukleare Abrüstung

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Der UNO-Sicherheitsrat trifft sich zu einer ganz besonderen Sitzung: Viermal erst kamen zuvor die Staats- und Regierungschefs zu einem solchen Treffen nach New York, und zum ersten Mal sitzt der Runde ein amerikanischer Präsident vor.

Einstimmig nehmen die Mitglieder einen amerikanischen Antrag an: Die Entschließung ruft zu nuklearer Abrüstung auf und will auch die letzten Staaten dazu bringen, dem Atomwaffensperrvertrag beizutreten. Gastgeber Barack Obama fordert, das Völkerrecht dürfe keine leere Floskel sein, Verträge müssten auch durchgesetzt werden. Die nächsten zwölf Monate, sagt er, seien entscheidend für den Erfolg der Resolution und aller Bemühungen, Verbreitung und Gebrauch von Kernwaffen aufzuhalten. Auch andere Mitglieder des Sicherheitsrats bekräftigen ihren Willen, bei der Abrüstung endlich voranzukommen. Russland und die USA hätten ihre strategischen Kernwaffen schon abgebaut wie noch nie, sagt Präsident Dmitri Medwedjew. Russland gehe aber noch weiter: Man würde die Zahl der Trägersysteme für diese Waffen auf ein Drittel senken. Dieser Vorschlag liege jetzt auf dem Tisch der amerikanischen Partner. Nur drei Staaten sind dem Atomwaffensperrvertrag von 1970 nie beigetreten – allerdings sind das gerade sehr wichtige Staaten: Die Kernwaffenbesitzer Indien und Pakistan nämlich sowie Israel, das als Atommacht gilt, das aber nie bestätigt hat. Außerdem war Nordkorea schon einmal Mitglied des Vertrags, kündigte ihn aber 2003 wieder auf.