Eilmeldung

Eilmeldung

Weltwirtschaftsgipfel soll erweitert werden

Sie lesen gerade:

Weltwirtschaftsgipfel soll erweitert werden

Schriftgrösse Aa Aa

Der amerikanische Präsident Barack Obama will beim Weltwirtschaftsgipfel in Pittsburgh offenbar eine tiefgreifende Neuerung bekanntgeben: Internationale Wirtschaftsthemen sollen nach US-Medienberichten künftig immer im Rahmen der G20 erörtert werden, und nicht mehr im kleineren Kreis der sieben führenden Industriestaaten und Russland. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hatte sich bislang kritisch zu diesem Vorschlag geäußert, ebenso wie Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi. Gerade die kleineren Mitglieder der G7 – wie Italien – fürchten, dass ihr Einfluss in dem größeren Rahmen verwässert wird.

Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat sich dagegen für den Vorschlag ausgesprochen. Zur G20 gehören neben den sieben führenden Industrienationen und Russland auch aufstrebende große Volkswirtschaften wie China, Indien und Brasilien. Sarkozy war mit der Sorge nach Pittsburgh gekommen, dass Obama und der britische Premierminister Brown, eine tiefgreifende Reform des Finanzsystems verhindern könnten. Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel, die diese Sorgen teilte, äußerte sich inzwischen optimistisch. Zum Auftakt des Gipfels war es gestern zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Randalierer warfen Schaufenster ein. Die Sicherheitskräfte gingen mit Gummigeschossen, Tränengas und Pfefferspray vor. Auch unbeteiligte Schaulustige waren davon betroffen. Zuvor hatten die Sicherheitskräfte eine Kundgebung von etwa 2000 Globalisierungsgegnern aufgelöst. Wir schon an den Vortagen wurden mehrere Menschen festgenommen. Während des Gipfeltreffens sind in Pittsburgh rund 4000 Polizeibeamte im Einsatz, die meisten von ihnen wurden aus anderen Städten