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Iran verteidigt Urananreicherungsanlage

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Iran verteidigt Urananreicherungsanlage

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Diese Satellitenbilder zeigen die Eingänge zu der unterirdischen Urananreicherungsanlage, die der Iran gerade baut. Das versichert zumindest der US-Think Tank ISIS. Die Stollen befänden sich innerhalb eines Militärgeländes etwa 30 Kilometer nördlich der Stadt Qom. David Albright, der Direktor des Think Tanks, äußert sich vorsichtig:

“Es ist ein deutlicher Hinweis, aber noch kein Beweis dafür, dass der Iran über ein aktives Programm für Atomwaffen verfügt und sich entschieden hat, Atomwaffen zu produzieren.” Seitdem am Freitag bekannt geworden ist, dass der Iran an einer zweiten Urananreicherungsalage baut, schrillen weltweit die Alarmglocken. Die Iraner verstehen die Aufregung nicht. Ali Akbar Salehi ist der Chef der iranischen Atomenergiebehörde. Er meint: “Wir sind sehr erstaunt über die Reaktionen des Westens. Offenbar gab es den Plan, diese Tatsache auf dem G20-Gipfel öffentlich zu machen und den Iran geheimer nuklearer Pläne zu beschuldigen.” Angesichts harter Sanktionsdrohungen von den USA bis nach Russland hat der Iran einer baldigen Inspektion der neuen Anlage durch die Internationale Atomenergieagentur IAEA zugestimmt.