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Last-Minute-Wahlkampf um Unentschlossene

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Last-Minute-Wahlkampf um Unentschlossene

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Am Tag vor der Wahl in Deutschland kommen die Christdemokraten auch in letzten Umfragen nicht mehr in frühere Höhen. Die Parteiführung hat deshalb einen Last-Minute-Wahlkampf gestartet, an der U-Bahn, im Internet, am Telefon. Kanzlerin Angela Merkel, beim G20-Gipfel in Pittsburgh in aller Medien, will nach der Weltwirtschaftswahlpause heute noch einmal persönlich einheizen.

Auch Vize-Kanzler, Außenminister und SPD-Kandidat Frank-Walter Steinmeier will am Tag vor der Wahl noch einmal um Stimmen werben. Wer aufholen könne, könne auch überholen, rief er gestern in Berlin. Zwei Drittel der Haushalte sollen noch einmal SPD-Wahlpost erhalten. Dennoch: Dass Steinmeier Kanzler wird, gilt als unwahrscheinlich. Die Liberalen wollen Millionen E-mails und hunderttausende SMS verschicken. Von der Stärke der FDP wird abhängen, ob es reicht für die schwarz-gelbe Wunschkoalition der Kanzlerin. Laut der letzten Umfrage sieht es eng aus. CDU und SPD sowie die Grünen haben jeweils noch einmal einen Prozentpunkt verloren, FDP und Linke leicht gewonnen. Bis zu jeder Dritte der mehr als 60 Millionen Wahlberechtigten ist noch unentschieden. Nach müden Wahlkampfwochen geben die Parteien an diesem Samstag noch einmal alles.