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Parlamentswahlen in Portugal: Sozialistische Partei verliert vorausichtlich absolute Mehrheit

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Parlamentswahlen in Portugal: Sozialistische Partei verliert vorausichtlich absolute Mehrheit

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Bei den Parlamentswahlen in Portugal zeichnet sich ab, dass die sozialistische Partei PS des Ministerpräsidenten José Sòcrates, wie erwartet, die absolute Mehrheit der Stimmen verlieren wird. Vermutlich ist das die Quittung der Wähler für Lohndumping, Sozialabbau und Steuererhöhungen.

Sòcrates wird nun möglicherweise die Qual der Wahl eines Koalitionspartners haben. Eine Koalition mit den Sozialdemokraten der PSD, die in Portugal rechts von der Mitte stehen, hat er vor den Wahlen ausgeschlossen. Die Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten, Manuela Ferreira Leite, eine frühere Finanzministerin, lag bei Umfragen vor den Wahlen acht Punkte hinter den Sozialisten. Überraschende Zugewinne konnte der Linksblock von Francisco Loucà verzeichnen, der nach den Sozialdemokraten die drittstärkste Fraktion bilden wird. Dieser hat seinerseits jedoch – zumindest vor den Wahlen – eine Koalition mit den Sozialisten abgelehnt.

Auf den Plätzen vier und fünf folgten den Umfragen zufolge die rechtsgerichtete Volkspartei (CDS/PP) sowie das Bündnis von Kommunistischer Partei und Grünen (CDU). Die Wahllokale werden um sieben Uhr Ortszeit schließen, eine Stunde später werden erste Ergebnisse erwartet.