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Tschechien: Papst Benedikt ruft zur Rückbesinnung auf christliche Wurzeln auf

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Tschechien: Papst Benedikt ruft zur Rückbesinnung auf christliche Wurzeln auf

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Papst Benedikt XVI. hat seinen ersten Besuch in Tschechien zu einem Plädoyer für Wahrheit und Freiheit genutzt. Auf der Prager Burg der katholische Kirchenführer vor Staatspräsident Vaclav Klaus Bezug auf die historischen Umbrüche von 1989.

Benedikt der Sechzehnte bedauerte die Jahre politischer Repression. Der Papst betonte die “unersetzliche Rolle des Christentums” und forderte zu einer Rückbesinnung auf christliche Wurzeln auf. Auch der tschechischer Schriftsteller und Politiker Vaclav Havel wohnte der Zeremonie bei. Während der kommunistischen Herrschaft war er einer der führenden Regimekritiker der Tschechoslowakei. Nach der Samtenen Revolution, an der er wesentlich beteiligt war, wurde er zum Präsidenten gewählt. In der Tschecheslowakei wie in anderen Ostblockländern waren Kirchen und Religionsfreiheit von den kommunistischen Regimes systematisch unterdrückt worden. Heute bekennen sich knapp ein Drittel der Tschechen zum katholischen Glauben, mehr als 50 Prozent sehen sich als Atheisten.