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Deutschland: Wahlverlierer lecken ihre Wunden

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Deutschland: Wahlverlierer lecken ihre Wunden

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Im Willi-Brandt-Haus in Berlin, der Zentrale der deutschen Sozialdemokraten, herrschte am Wahlabend Katzenjammer. Mit 23 Prozent der Stimmen haben sie das schlechteste Ergebnis einer Bundestagswahl eingefahren. Erste Stimmen fordern bereits eine Neuausrichtung der Partei. Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier erklärte noch am Abend:

“Gerade an diesem bitteren Abend werde ich auch aus der Verantwortung nicht fliehen, und Verantwortung zu tragen in einer solchen Situation heißt eben, seinen Beitrag dazu zu leisten, dass duie SPD zu alter Stärke und neuer Kraft findet. Dazu will ich meinen Beitrag leisten, auch als Oppositionsführer im deutschen Bundestag.” Ein SPD-Anhänger äußerte seine Enttäuschung über das Wahlergebnis;: “Ich erkenne diese Partei nicht mehr, und das Schiockierendsteist, dass 20 Jahre SPD-POlitik an einem Abend kaputt gemacht werden.” Der große Wahlsieger des Tages ist, neben der liberalen FDP, die Linke. Sie hat bei der Bundestagswahl fast 12 Prozent der Stimmen gewonnen und ist damit erstmalig im zweistelligen Bereich. Ihr Spitzenkandidat Oskar Lafontaine, ein ehemaliger Sozialdemokrat, erklärte, in der Opposition werde es an seiner Partei sein, die schärfste Klinge zu führen. Für die Grünen ist das Wahlergebnis gemischt: Einerseits haben sie mit knapp 11 Prozent fast drei Prozent zugelegt. Das reichte aber nicht, um ein schwarz-gelbes Bündnis zu verhindern. Sie kündigten bereits heftige Opposition gegen eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken an.