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Eingeschränkte Freude bei Portugals Sozialisten

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Eingeschränkte Freude bei Portugals Sozialisten

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Auch in Portugal kann der Regierungschef weitermachen: Die Sozialisten von José Sócrates haben die Parlamentswahl klar gewonnen, allerdings die absolute Mehrheit diesmal deutlich verfehlt.

Knapp 37 Prozent entfielen auf die Sozialisten – 45 waren es noch beim letzten Mal, als sie die Macht eroberten. Man habe schon viele Schwierigkeiten überwunden, sagt Sócrates, und man werde auch mit den jetzigen Problemen fertig werden. Portugal habe die Fähigkeit dazu und alle Voraussetzungen. Die größte Oppositionspartei, die konservativ ausgerichteten Sozialdemokraten, erreichte unverändert 29 Prozent. Manuela Ferreira Leites Sparpläne kamen bei den Wählern nicht gut an. Eine weitere Rechtspartei sowie zwei linke Gruppierungen kamen ebenfalls ins Parlament. Die Portugiesen sind zunächst zurückhaltend: “Er führt uns vielleicht nicht aus der Krise”, sagt eine Frau in Lissabon; “aber die anderen doch auch nicht. Jeder verspricht alles, und von keinem kommt was. Wunder schafft eben keiner.” – “Wird schwierig, jetzt in der Krise”, meint ein Mann hier; “die anderen Parteien müssten schon mitmachen.” Wie das aussehen soll, ist aber unklar: Keiner will eine Große Koalition, und auch die kleineren Parteien halten sich bisher von den Sozialisten fern. Was jetzt – heißt nun die große Frage an den Wahlsieger.