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Weitere iranische Raketenversuche

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Weitere iranische Raketenversuche

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Iran hat seine Raketenversuche fortgesetzt. Staatliche Medien berichten, dabei sei eine Rakete vom Typ Schahab-3 getestet worden, ebenso wie der neuere Typ Sedschil-2, eine zweistufige Rakete mit Feststoffantrieb.

Beide Modelle fliegen bis zu zweitausend Kilometer weit. Damit könnten sie Ziele zum Beispiel in Israel erreichen. Seit gestern wurden auch Kurz- und Mittelstreckenraketen erprobt. Die Versuche und die Meldungen über Irans Atomprogramm steigern die Sorge in westlichen Ländern. Für Donnerstag sind in Genf schon länger Gespräche geplant, zwischen Iran sowie den Vetomächten des Sicherheitsrats, dazu Deutschland. Er wisse nicht, was dabei herauskomme, sagt Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner, aber er hoffe auch noch auf weitere Treffen – und darauf, dass man das Neue und Wesentliche besprechen könne, nämlich die Weiterentwicklung des Atomprogramms. Wenn es aber nicht so laufe wie erhofft, so Kouchner weiter, werde man zu den Sanktionen zurückkehren, die von der UNO schon bei drei Anlässen gebilligt worden seien. Iran hatte letzte Woche zugegeben, noch eine zweite, bisher unbekannte Anlage zur Anreicherung von Uran zu betreiben. Schon die erste Anlage ist heftig umstritten; Kritiker halten Iran vor, es wolle Kernwaffen entwickeln. Das Land hält aber dagegen, seine Forschung diene nur zu friedlichen Zwecken.