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Militär geht brutal gegen Demonstranten in Guinea vor

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Militär geht brutal gegen Demonstranten in Guinea vor

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Bei der brutalen Niederschlagung einer Demonstration im westafrikanischen Guinea sind mindestens 150 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als eintausend Demonstrationsteilnehmer sollen verletzt worden sein. Diese Angaben machten lokale Menschenrechtsorganisationen. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte die Gewalt, die Regierungen in Washington und in Berlin äußerten sich tief besorgt. Die Demonstration in einem Stadion in Conakry richtete gegen den Militärmachthaber Guineas, Oberst Moussa Camara und dessen Griff nach dem Präsidentenamt. An der Kundgebung beteiligten sich rund 50.000 Menschen. Das Militär ging mit scharfer Munition und mit Schlagstöcken vor. Augenzeugen berichteten, die Soldaten hätten die Gewalttaten in einigen Stadtteilen fortgesetzt. Camara hatte nach dem Tod des Präsidenten Lansana Conte im vergangenen Jahr einen unblutigen Militärputsch angeführt und sich an die Spitze des Landes gesetzt. Zahlreiche Oppositionelle sollen festgenommen worden sein.