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Portugal wahrt Kontinuität

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Portugal wahrt Kontinuität

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Portugals Ministerpräsident José Sócrates wird aller Wahrscheinlichkeit nach weiter regieren können: was fehlt ist der passende Partner.

Seine sozialdemokratisch ausgerichtete Sozialistische Partei gewann die Parlamentswahlen, mit 35,56 Prozent der Stimmen zwar deutlich, verpasste aber die absolute Mehrheit um Längen. Doch Socrates zeigt sich zuversichtlich: “Ich werde erst einmal die amtlichen Endergebnisse abwarten, bevor wir dann mit anderen Parteien in Koalitionsverhandlungen eintreten. Ich glaube, daß ist das Gebot der Stunde, wenn man nur die relative statt der absoluten Mehrheit erreicht hat.” Wichtigste Frage für Socrates wird also sein, welchen Koalitionspartner er sich ins Boot holt: Auf dem Spiel steht dabei nicht nur die Regierungsfähigkeit, sondern auch seine Glaubwürdigkeit bei den Wählern. Die äußern sich skeptisch: “Dieses Land ist sehr kompliziert. Keiner weiß, was die Zukunft bringt. Das wir nicht nur von den Portugiesen abhängen,- es ist eine internationale Krise.” Im Gegensatz zur rechten Opposition will der Regierungschef die Wirtschaft in der schlimmsten Krise seit 35 Jahren weiter mit öffentlichen Geldern stimulieren.