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Soldaten richten Blutbad in Guinea an

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Soldaten richten Blutbad in Guinea an

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Im westafrikanischen Guinea wurde eine Protestaktion der Opposition gewaltsam niedergeschlagen. Dabei wurden mindestens 87 Menschen getötet. Die Militärjunta ging mit scharfer Munition, Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor, Oppositionspolitiker wurden verhaftet. In der Haupstadt Conakry hatten sich gestern trotz eines Verbots fast 50.000 Menschen in einem Fussballstadion versammelt, um gegen den Oberst Moussa Camara zu protestieren. Camara hatte nach dem Tod von Präsident Lansana Conte im vergangenen Jahr einen unblutigen Militärputsch angeführt. Damals hatte er angekündigt sich nach freien Wahlen im kommenden Jahr zurückzuziehen. Inzwischen wird aber vermutet, dass Camara an der Macht bleiben will. Die USA und die ehemalige Kolonialmacht Frankreich verurteilten die übergriffe der Militär.