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Zahlreiche Tote bei Unruhen in Guinea

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Zahlreiche Tote bei Unruhen in Guinea

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UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat die Gewalt im westafrikanischen Guinea verurteilt. Auch die Regierungen in Washington und Berlin zeigten sich besorgt über die schweren Vorfälle. Bei der blutigen Niederschlagung einer Demonstration kamen nach Angaben der Opposition mindestens 128 Menschen ums Leben. “Die Menschen in Guinea wollen, dass Camara das Land verlässt”, so einer der Demonstranten. “Die Menschen werden das fordern, bis er geht und nie mehr zurückkehrt.” “Die Freiheit muss erkämpft werden”, fügt ein anderer hinzu. “Wir wollen eine wahre Demokratie aufbauen.” Oberst Moussa Camara hatte nach dem Tod des Präsidenten Lansana Conte im vergangenen Jahr einen unblutigen Militärputsch angeführt und sich in Conakry an die Spitze des Landes gesetzt. An der verbotenen Demonstration gegen die Militärregierung nahmen mehr als 50.000 Menschen teil. Die Sicherheitskräfte gingen mit scharfer Munition und Schlagstöcken vor.

Mindestens zwei Oppositionsführer wurden verhaftet.