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Erster Schritt zur Gilad Schalit-Freilassung

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Erster Schritt zur Gilad Schalit-Freilassung

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Seit über drei Jahren ist Gilad Schalit in der Gewalt der Palästinenser – bis auf vereinzelte Botschaften konnte man nur hoffen, dass der israelische Soldat noch am Leben ist.

Jetzt will die Hamas-Bewegung, deren Kämpfer Schalit damals entführten, als Lebenszeichen eine Videomitteilung von ihm übergeben. Im Gegenzug wird Israel zwanzig Palästinenserinnen aus seiner Haft freilassen. Ein Sprecher der Kassam-Brigaden, des bewaffneten Arms der Hamas, bestätigt diesen Austausch, der unter deutscher und ägyptischer Vermittlung zustande kam. In Israel sieht man die Vereinbarung mit vorsichtiger Zuversicht: Staatspräsident Schimon Peres spricht von einem wichtigen Schritt, aber eben nur einem Schritt. Der Weg zu Schalits Freilassung sei immer noch lang und beschwerlich. Über diese Freilassung wird weiter verhandelt; für Schalit wollen die Palästinenser einige hundert der Ihren freibekommen. Am Freitag soll nun zunächst der jetzt vereinbarte Austausch vonstatten gehen: Die Botschaft von Schalit wäre das erste Lebenszeichen seit einem Brief vom Sommer letzten Jahres.