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US-Rezession milder - aber Jobängste bremsen Konsum

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US-Rezession milder - aber Jobängste bremsen Konsum

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Die Rezession hat die US-Wirtschaft immer noch fest im Griff. Aber der Schmerz lässt etwas nach. Die größte Volkswirtschaft der Welt schrumpfte von April bis Juni nur noch mit einer Jahresrate von 0,7 Prozent, teilte Handelsministerium in Washington mit. Das ist das beste Ergebnis seit als einem Jahr. Im ersten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt noch um 6,4 Prozent geschrumpft.

Das überraschend positive Quartalsergebnis wird vor allem auf unerwartet kräftige Unternehmensinvestitionen und höhere Exporte zurückgeführt. In vielen Branchen wurden erst mal die Lager ausverkauft – jetzt wartet alles darauf, dass die Verbraucher ihre Ängste vor dem Jobverlust abschütteln. Mehr als zwei Drittel der Wirtschaftsleistung Amerikas gehen in den Konsum. Bis dahin hält der Staat der Wirtschaft erfolgreich die Krücken hin – vor allem die – inzwischen ausgelaufene – Auto-Abwrackprämie und Hilfen für Immobilien-Erstkäufer spielten zwischen April und Juni eine Rolle. Denn die stimmungsdämpfende Arbeitslosigkeit steigt vorerst weiter an. Laut der privaten Arbeitsagentur ADP gingen in der Privatwirtschaft im September eine Viertelmillion Jobs verloren. Analysten hatten lediglich mit einem Minus von 210.000 gerechnet. Und auch die Regierung misstraut offenbar der Eigendynamik noch – Präsident Barack Obama dürfte demnächst mit neuen Konjunktur-Programmen aufwarten, um den Erholungsprozess zu stützen. So könnten Bankbilanzen entgiftet und der Häusermarkt weiter angeschoben werden.