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Umstrittene Steueramnestie in Italien

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Umstrittene Steueramnestie in Italien

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Italiens Regierung setzt ihre umstrittenen Pläne für eine Steueramnestie durch. Mit Hilfe eines Mißtrauensvotums. Der Staat will an die geschätzen 600 Milliarden Euro ran, die italienische Steuerflüchlinge außer Landes geschafft haben. Sie könnten ihr Geld nach Italien zurückbringen, müssten lediglich 5 Prozent der Summe nachversteuern. Damit ist für den Fiskus die Sache erledigt, Anonymität gewahrt.Empörung selbst bei gemäßigten Abgeordneten.

Pier Fernando Casini, Chef der Unione di Centro sagte im Parlament: “Damit wird eine Situation gerechtfertigt, die illegal ist. Diese Entscheidung beschämt ehrbare Bürger und ist eine Schande für die, die den Vorschlag eingebracht haben. Wir sind solidarisch mit den ehrlichen Bürgern, die so ein Land nicht verdient haben.” Für besonders viel Ärger sorgt, dass auch Geld welches durch Betrug, Geldwäsche, falsche Bilanzierung und gefälschte Steuererklärungen verdient wurde und in Steueroasen versteckt ist, unter die Amnestieregelung fällt.