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Opferzahl steigt  

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Die Zahl der Erdbebenopfer auf Sumatra steigt noch immer weiter an. Stündlich sinken die Hoffnungen, Überlebende zu finden. Die Vereinten Nationen schätzen die Zahl der Todesopfer auf mittlerweile 1100. In der Stadt Padang stürzten mehr als 500 Gebäude ein oder wurden beschädigt.

Doch auch das gibt es am Tag zwei nach dem schweren Erdbeben auf Sumatra: Dankbare Gesichter und Jubel – Die Retter ziehen eine 21-jährige Frau vor laufenden Fernsehkameras lebend aus den Trümmern einer Schule. 40 Stunden lang war sie dort eingeklemmt. Die Helfer sind rund um die Uhr und teils mit den bloßen Händen im Einsatz. Es fehlt ihnen vielerorts an schwerem Gerät, um Beton und Schutt beiseite zu räumen. Das Erdbeben der Stärke 7,6 ereignete sich am Mittwoch tief im Meer vor der Insel Sumatra. Während der Bergungsarbeiten am Donnerstag erschütterte dann ein weiterer schwerer Erdstoß die Insel. Am meisten von den Zerstörungen betroffen ist die Hafenstadt Padang. Vor dem Krankenhaus warten hunderte Verletzte in hastig aufgebauten Zelten auf Behandlung. Kinder weinen. Die meisten Menschen haben Knochenbrüche, Schürfwunden und Kopfverletzungen. Drei Tage kann der Mensch,- so eine medizinische Faustregel, ohne Wasser auskommen. Und so mussten einige der lebend gefundenen Opfer durch Spalten in den Trümmern mit Wasser versorgt werden, bis sie befreit werden konnten. Ob ein weiteres Wunder möglich ist, hängt davon ab, ob die Rettungskräfte rechtzeitig mit schwerem Räumgerät eintreffen, doch die Chancen schwinden.