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Referendum sorgt für Aufruhr

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Referendum sorgt für Aufruhr

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Der Widerstand gegen den EU-Reformvertrag ist unter den Taxi-Fahrern groß. Mit einer Blockade forderten sie in der irischen Hauptstadt ein Nein für das Referendum. Sie befürchten, dass sich ihre Situation verschlechtert. Die Fahrer werfen der EU vor, die Freigabe von Lizenzen zu unterstützen.

Ein Taxifahrer sagte: “Meine Botschaft ist: Ich stimme mit Nein. Die Leute haben vor 16 Monaten mit Nein gestimmt. Warum wird uns die gleiche Frage nochmal gestellt?” Die Wirtschaftskrise und die steigende Arbeitslosigkeit auf der grünen Insel sprechen jedoch dafür, dass der Vertrag nun doch noch angenommen wird. Die Befürworter sind überzeugt, ein Nein würde Investoren verschrecken. “Ich stimme mit Ja”, meint eine Arbeitslose. “Ich denke, es ist besser für die Wirtschaft. Es ist besser, als mit Nein zu stimmen.” Ihre Unzufriedenheit über die angespannte Lage brachten Hunderte bei einer Demonstration in Dublin zum Ausdruck. Auch unter konservativen katholischen Gruppen herrscht Skepsis. Sie fürchten, dass die EU das Abtreibungsverbot wieder aufheben könnte. Offiziell ließ die katholische Kirche verlauten, ein guter Christ könne mit Ja oder Nein stimmen. Irlands Premierminister Brian Cowen rief die Wähler auf, mit Ja zu stimmen, ein drittes Referendum werde es nicht geben und ein Nein könnte Europa in die Krise stürzen.