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Olympische Spiele in Rio

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Olympische Spiele in Rio

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Bis in die frühen Morgenstunden tobte der Olympia-Karneval in Rio de Janeiro – die Stadt wird Gastgeber der Sommerspiele 2016.

Die Metropole am Zuckerhut hatte sich gestern auf der Konferenz des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Kopenhagen gegen vier Konkurrenten durchgesetzt: Chicago, Tokio und Madrid. Als IOC-Präsident Jacques Rogge die Entscheidung am Abend bekannt gab, kannte die Freude der brasilianischen Delegation keine Grenzen. Und auch Brasiliens Präsident Luiz Ignacio Lula da Silva konnte sich kaum fassen und vergoß bei der anschließenden Pressekonferenz sogar Tränen. “Wie werden jetzt unsere ganze Energie einsetzen. Eine ganze Menge Arbeit liegt vor uns. Wir haben jetzt die Fussball-Weltmeisterschaft 2014 und Olympia 2016. Wir haben so viel zu tun, dass wir gar keine Zeit haben uns Gedanken über unwichtige Dinge zu machen”, so Lula da Silva. Und in der Tat gilt es große Aufgaben zu bewältigen: Neben den Vierteln der Wohlhabenden gibt es in Rio zahlreiche Favelas. Die Kriminalitätsrate in den Slums ist extrem hoch. Die Polizei hat neben Morden auch mit Entführungen, Raubüberfällen und organisierten Drogensyndikaten zu kämpfen. Und auch Rios Transportsystem muss von grundauf erneuert werden. 14 Milliarden Dollar will die Stadt in die Infrastruktur investieren.