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Griechenland wählt

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In Griechenland sind heute knapp zehn Millionen Bürger aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen.

Umfragen deuten darauf hin, dass die regierende konservative Partei Nea Dimokratia von Ministerpräsident Kostas Karamanlis nach fünfeinhalb Jahren die Macht abgeben muss. Es wird mit einem Sieg der oppositionellen sozialistischen Pasok unter Giorgos Papandreou gerechnet. Als offen gilt, ob Papandreous Sozialisten auch die absolute Mehrheit im griechischen Parlament bekommen und damit allein regieren können. Karamanlis hatte Anfang September inmitten der Wirtschaftskrise und nach einer Reihe innenpolitischer Skandale vorgezogene Wahlen ausgerufen. Weite Teile der Bevölkerung machten die Politik der Regierung mitverantwortlich für den in Griechenland besonders schweren Verlauf der Wirtschaftskrise. Seit Ende letzten Jahres kam es daher immer wieder zu teils gewaltsamen Demonstrationen gegen die Regierung Karamanlis. Anarchistische Gruppierungen hatten während des Wahlkampfes außerdem mehrere Bombenanschläge verübt,- so auch am letzten Freitag. Mit ersten Prognosen wird unmittelbar nach der Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr (MESZ) gerechnet, mit aussagekräftigen Hochrechnungen etwa zwei Stunden später.