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Iran läßt Kontrollen zu

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Iran läßt Kontrollen zu

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Mohammed El Baradei, Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, hat Gespräche mit dem Iran aufgenommen. Er traf sich in Teheran mit Präsident Mahmoud Ahmadinedschad, um über das umstrittene iranische Atomprogramm zu verhandeln.

Bei seinem Besuch will der IAEA-Chef auch über die Ankündigung des Iran sprechen, bereits niedrig angereichertes Uran aus der Atomfabrik Nathans in Russland und Frankreich anreichern zu lassen, dass nach Expertenmeinung schon jetzt ausreicht, um eine Atombombe herzustellen. Mohammed El Baradei sagte: “Wir schalten um, von Konfrontation auf Transparenz und Kooperation. Es würde uns helfen, wenn der Iran auch das Zusatzprotokoll unterzeichnen würde. Wir hätten dann die Möglichkeiten mehr Informationen zu erhalten und besseren Zugang zu den Anlagen. Das würde der Agentur helfen, Klarheit und Sicherheit zu schaffen hinsichtlich der nuklearen Aktivitäten des Iran und auch der nicht öffentliche bekanntgemachten Aktivitäten.” Es wurde zudem vereinbart, dass die IAEA die neue Anlage zur Urananreicherung bei Ghom, rund 130 Kilometer südlich von Teheran bereits am 25. Oktober inspizieren darf. Die seit 14 Monaten ruhenden Gespräche mit Vertretern der Vetomächte im Weltsicherheitsrat und Deutschland sollen bereits am 19. Oktober in Wien wieder aufgenommen werden.