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Italiener für Pressefreiheit

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Italiener für Pressefreiheit

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In Rom haben mehrere Zehntausend Menschen gegen die Medienpolitik Silvio Berlusconis und für die Pressefreiheit in Italien demonstriert.

Zu der Großkundgebung aufgerufen hatten Tageszeitungen, Gewerkschaften und Journalistenverbände.Dabei war auch der prominente Anti-Mafia Autor Roberto Saviano: “Natürlich schließt die Polizei bei uns keine Zeitungen oder verhaftet Reporter,- Wir kämpfen aber für eine freie Presse, die es Journalisten erlaubt, ohne Angst vor Einschüchterungen ihrem Beruf nachzugehen. Hier zeigt sich wieder einmal: Macht und Wahrheit passen einfach niemals zusammen.” Die Demonstranten warfen dem italienischen Ministerpräsidenten “Einschüchterungsversuche” gegenüber den Medien vor. So habe er unter Anderem eine kritische Berichterstattung über sein pikantes Privatleben verhindern wollen. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich bis zu 200.000 Menschen an der Protestaktion. Berlusconi hatte die Kundgebung vorab als “eine Farce” abgetan, die Medien in Italien seien frei. Auslöser der Proteste waren die Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe, mit denen der konservative Berlusconi gegen die linken Zeitungen “La Repubblica” und “L’Unità” vorgeht. Beide Zeitungen hatten kritisch über seine Affären berichtet und waren daraufhin von Berlusconi verklagt worden.