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Kaum noch Hoffnung

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Kaum noch Hoffnung

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Die Hoffnung der Rettungskräfte im indonesischen Erdbebengebiet auf der Insel Sumatra noch Überlebende zu finden, schwindet zusehends.

Aus diesem Hotel in der verwüsteten Provinzhauptstadt Padang gab es Berichte über Lebenszeichen eines jungen Mannes: er habe eine SMS aus den Trümmern abgesetzt, hieß es. Das fünfstöckige Gebäude war komplett eingestürzt. Unter dem Schutt werden noch Dutzende Eingeschlossene vermutet. Das indonesische Gesundheitsministerium geht inzwischen von mindestens 1200 Toten aus. Bis zu 4000 Verschüttete werden noch unter den Trümmern vermutet. Vollständig verschwunden sind einige kleinere Dörfer am Rande der Hafenmetropole. Riesige Erdrutsche hatten die Häuser an den Berghängen mitgerissen und unter sich begraben. In einer der Siedlungen kamen fast 400 Gäste einer Hochzeitsfeier ums Leben. Da die Rettungskräfte mit ihrem Räumgerät nur langsam in die ländlichen Regionen vordringen, graben die Helfer hier mit bloßen Händen im Schutt. Bis zu 80 Prozent der Gebäude in der Region sollen zerstört worden sein. Das Erdbeben der Stärke 7,6 hatte das Gebiet um die 900 000-Einwohner-Stadt Padang am Mittwochabend erschüttert.