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Sizilien sucht die Schuldigen

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Sizilien sucht die Schuldigen

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Nach den verheerenden Schlammlawinen auf Sizilien hat die Suche nach den Verantwortlichen begonnen. Bei Erdrutschen und Überschwemmungen in der Hafenstadt Messina kamen nach bisherigen Angaben 22 Menschen ums Leben. 40 weitere werden noch vermisst.

“Pfusch und das Bauen ohne Genehmigung könnten viele der Erdrutsche erst ermöglicht haben”, sagen Experten. Wer verantwortlich ist, soll jetzt ein Gericht herausfinden. Unterdessen besuchte Ministerpräsident Silvio Berlusconi Sizilien, um sich ein Bild vom Ausmaß der Katastrophe zu machen. Berlusconis Regierung plant bei Messina den Bau einer Brücke, die Sizilien mit dem Festland verbinden soll. Staatspräsident Giorgio Napolitano kritisierte die Regierung: Man solle mehr in die Sicherheit des Landes und weniger in – so Napolitano wörtlich – “pharaonische Bauten” investieren. Nach Schätzungen von Umweltorganisationen sind bei schweren Unwettern 70 Prozent der italienischen Ortschaften von Erdrutschen und Schlammlawinen bedroht. “Eine italienweite Absicherung würde 25 Milliarden Euro kosten”, so ein Experte des Zivilschutzes.