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Chaotische Lage nach Erdbeben in Indonesien

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Chaotische Lage nach Erdbeben in Indonesien

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Fünf Tage nach dem schweren Erdbeben haben Rettungsmannschaften auf der indonesischen Insel Sumatra die Hoffnung weitgehend aufgegeben, noch Überlebende zu finden. In der Stadt Padang stellen sie die Suche ein, sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde. Man konzentriere sich jetzt darauf, den Übrlebenden zu helfen. Außerdem müssen Leichen geborgen werden, um den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern.

Vertreter der EU-Kommission machen sich vor Ort ein Bild, um gezielt weitere Hilfe leisten zu können. Ihr Sprecher Olivier Brouent betont ebenfalls, dass man nach 4-5 Tagen kaum noch auf Überlebende hoffen könne. Er spricht von einer neuen Phase, in der man vor allem die Lebensbedingungen der Bevölkerung verbessern müsse, die brauche sauberes Wasser, medizinische Versorgung und wenigstens ein bescheidenes Dach über dem Kopf. Nach ersten Schätzungen sind mehr als 150.00 Häuser eingestürzt. Inzwischen wird schweres Räumgerät eingesetzt, um überhaupt zu den Hilfsbedürftigen vordringen zu können. Fünf große Brücken sind eingestürzt, was die Arbeit zusätzlich erschwert. In den Dörfern, die noch keine Räumtechnik erreicht hat, klauben die Menschen Bretter aus den Trümmern, um sich irgendwie vor dem starken Regen zu schützen. Reporter bekommen Verzweiflung und Wut der Menschen zu spüren “Von der Regierung kommt nichts”, klagt dieser Mann. Wasser und was zu essen müssen wir uns von Hilfsorganisationen holen.” Nichtregierungsorganisationen vor allem aus dem nahen Australien waren die ersten vor Ort. Reverend Tim Costello von “World vision” plant zunächst für die nächsten drei Monate, in denen für Lebensmittel, Obdach und so einfache Dinge wie Seife, Toiletten und sauberes Wasser gesorgt werden müsse. Er sagt: “Die Leute hier haben keinen Versicherungen und kein Geld, um ihr Haus wieder aufzubauen. Das ist die schreckliche Wahrheit dieser Tragödie.” Über die Zahl der Toten kann auch nach 5 Tagen nur spekuliert werden. 500 hat die Regierung bestätigt, es könnten am Ende bis zu 3.000 werden.