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HRE drängt die letzten Aktionäre hinaus

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HRE drängt die letzten Aktionäre hinaus

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Auf der Hauptversammlung der verstaatlichten Krisenbank Hypo Real Estate in München macht ein Häufchen Aktionäre seiner Wut Luft – doch es geht gesittet zu.

Der staatliche Rettungsfonds Soffin hält 90 Prozent der Anteile und schließt die noch verbliebenen Aktionäre nun gegen Zahlung einer geringen Abfindung aus, um danach die Hypo Real Estate von der Börse nehmen und grundsanieren zu können. Eine Aktionärin hatte hunderttausend Euro für ihr behindertes Kind angelegt und bekommt jetzt 7000 Euro. Sie sagt: “Mein Kind ist schuldlos, es wird schuldlos enteignet. Und das nur wegen fahrlässigen Bankern, die irgendwelche ungesicherten Kredite geben.” Geschäftsführer Axel Wieandt erklärt: “Wie Sie wissen, hat der Soffin die weitere Unterstützung der HRE von der Erlangung der vollständigen Kontrolle über die Gesellschaft abhängig gemacht. Alternativen zum Einstieg des Staates standen und stehen realistischerweise nicht zur Verfügung. Dies habe ich in meinen Reden anlässlich der letzten beiden Hauptversammlungen bereits ausführlich dargelegt.” Wieandt wurde von den wenigen Aktionären, die nach München gekommen waren, ausbuht. Aktionärsschützer fordern eine höhere Abfindung und ein Vorkaufsrecht, wenn die Bank an die Börse zurückkehrt.