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Milchbauern fordern geringere Quoten

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Milchbauern fordern geringere Quoten

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20 der 27 Mitgliedsstaaten der EU drängen auf einen neuen Regulierungsrahmen, die wütenden Proteste der Milchbauern aber gehen weiter. Wie sich die Milchbauern stärker untereinander in Erzeuger-Gemeinschaften einerseits und andererseits mit den Molkereien und der Industrie zusammenschließen können, war Thema eines Treffens in Brüssel. Die Milchbauern fordern geringere Quoten. Ähnlich klingen die Forderungen der Mehrzahl der Mitgliedsländer: Ausweitung der Intervention durch die EU und Export-Erstattungen. Zu dem Chor zählt auch der französische Landwirtschaftsminister Bruno Lemaire: “Das Schiff fährt in eine andere Richtung, wir wollen regulieren, doch das erfordert Zeit. Wir sind auf dem guten Weg.”

Von allzu viel Regulierung will Landwirtschafts-Kommissarin Mariann Boel Fischer aber nichts wissen: 2003 sei beschlossen worden, 2015 die Quoten abzuschaffen. Dieser Beschluss gelte weiterhin. Wegen der Proteste musste das Tagungsgebäude in Brüssel vorübergehend abgeriegelt werden. Am 13. Oktober nimmt eine Experten-Gruppe die Milch-Frage neu auf.