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Französischer Geheimdienst-General belastet Ex-Regierungschef Villepin

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Französischer Geheimdienst-General belastet Ex-Regierungschef Villepin

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Der als Zeuge geladene General Philippe Rondot sagte in Paris, er habe Villepin im Januar 2004 sehr wohl darüber informiert, dass Sarkozys Name auf Kontenlisten mit angeblichen Schwarzgeldempfängern auftauche.

Villepin hatte sich seinerzeit im konservativen Regierungslager einen heftigen Machtkampf um die Nachfolge des damaligen Präsidenten Jacques Chirac geliefert. Villepin hatte bisher stets bestritten, dass Sarkozys Name im Zusammenhang mit der Affäre genannt worden sei. Dazu sein Anwalt: “Die Aussage ist vollkommen ohne Wert. General Rondot ist Jemand, der auch glaubt, das sich Lahoud dreimal mit Binladen zum Essen getroffen hat…und darum glaubt er es auch wenn Gergorin ihm sagt, er wisse es von Villepin.” Dem Ex-Premier drohen in dem Verfahren, in dem Sarkozy als Nebenkläger auftritt, fünf Jahre Haft. In der sogenannten Clearstream-Affäre waren ab Mai 2004 Kontenlisten mit den Namen von Sarkozy, weiteren Politikern und Industriemanagern in Umlauf gebracht worden. Sarkozy sah darin eine Intrige, um ihn auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur zu stoppen.