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Polanskis bleibt in Haft

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Polanskis bleibt in Haft

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Der Filmemacher Roman Polanski bleibt in Haft. Das Schweizer Bundesamtes für Justiz lehnte am Dienstag das Wiedererwägungsgesuch der Anwälte Polanskis ab. Sie wollten erreichen, dass der 76-jährige Regisseur in seinem Chalet in Gstaad unter Hausarrest gestellt wird. Polanski war am 26. September bei der Einreise in die Schweiz auf der Grundlage eines US-Haftbefehls verhaftet worden. Seither sitzt er in Auslieferungshaft.
 
Wie der Sprecher des Bundesamtes für Justiz  Folco Galli erklärte, ist eine Freilassung gegen Kaution nicht sicher genug; die Fluchtgefahr sei zu hoch. Zeitgleich mit dem Wiedererwägungsgesuch hatten Polanskis Anwälte eine Haftbeschwerde vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona eingereicht. Das Bundesstrafgericht wird demnächst entscheiden, ob es der Beschwerde gegen die provisorische Auslieferungshaft stattgibt und die Haft gegen den Starregisseur aufhebt. 
 
Polanski hatte sich 1977 in den USA an einer 13-Jährigen vergangen. Polanski bekannte sich schuldig, floh aber vor der Urteilsverkündung nach Europa und kehrte seither nicht mehr in die USA zurück.