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Seuchengefahr im Erdbebengebiet?

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Seuchengefahr im Erdbebengebiet?

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Die Aufräumarbeiten im Erdbebengebiet von Indonesien haben begonnen. Die Suche nach Überlebenden ist eingestellt worden. Bagger räumen die Trümmer beiseite unter denen vor allem in der Großstadt Padang noch tausende Opfer vermutet werden. 1.200 Menschen sollen bei dem Erdbeben bisher getötet worden sein, gab das Gesundheitsministerium bekannt. Wieviele Menschen vermisst sind, ist noch unklar.

Helfer sind vor allem damit beschäftigt, den Ausbruch von Seuchen zu verhindern. Patrick Fuller vom Internationalen Rotes Kreuz sagte: “Wenn die Menschen kein sauberes Wasser haben und sie trinken Dreckiges, dann bekommen sie Probleme. Die Lage hier normalisiert sich langsam. Aber wir sorgen uns um die Menschen in den Dörfern, auf dem Land, die wir bisher nicht erreichen konnten.” Indonesiens Regierung will umgerechnet mehr als 400 Millionen Euro für den Wiederaufbau zur Verfügung stellen. Bei dem Beben der Stärke 7,6 auf der Richterskala wurden ganze Dörfer verschüttet. Die Welthungerhilfe hat 100.000 Euro Soforthilfe vor allem für die Regionen außerhalb der Großstadt Padang bereitgestellt. Ein bettelnder Jugendlicher hofft auf die Hilfe und meint: “Wir werden von dem Geld Benzin für unseren Generator kaufen.” Die Welthungerhilfe gehört zur Allianz 2015, in der sich sieben große europäische Hilfsorganisationen zusammengeschlossen haben.