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Sizilien sucht weiter nach Opfern der Schlammlawine

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Sizilien sucht weiter nach Opfern der Schlammlawine

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Auf Sizilien wird weiter nach Opfern der Schlammlawine vom Wochenende gesucht. Mindestens 24 Menschen kamen ums Leben, als die Schlammassen in Vororte der Stadt Messina stürzten. 40 Einwohner der Stadt werden noch vermisst.

Eine Einwohnerin von Messina beschrieb, was ihre Familie in der Nacht zum Freitag erlebte: “Meine Tochter rief zu ihrem Mann — Sieh Dir das an. Sind das Autos, die da herabstürzen? Und dann hörten wir diesen Lärm…wie eine Bombe.” Mehr als 500 Menschen haben ihr Zuhause verloren und wissen jetzt nicht wohin. “Ich lebe hier seit 54 Jahren”, sagt ein Mann, dessen Haus zerstört wurde. “Wo soll ich denn jetzt wohnen? An einem anderen Ort, den ich nicht kenne? Alle meine Erinnerungen sind hier, meine Freunde…. alles. Ich bin hier geboren und hier sollte ich auch sterben.” Während unter den Trümmern noch nach Leichen gesucht wird, sind gegen die örtlichen Behörden schwere Vorwürfe erhoben worden. Pfusch und wildes Bauen hätten zu den schweren Folgen der Unwetter beigetragen, kritisierten einige Rettungshelfer. Der italienische Präsident, Giorgio Napolitano sagte, eine solche Katastrophe sei eines zivilisierten Landes unwürdig.