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Afghanistan- umkämpft und umstritten

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Afghanistan- umkämpft und umstritten

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In Afghanistan verschärfen sich die Kämpfe in der Region Herat. Hier sind ISAF-Truppen aus den USA, Spanien, Italien und Litauen stationiert. Ein Spanier starb und fünf andere wurden verletzt, als ihr Fahrzeug auf eine Bombe fuhr.

Ein Bundeswehrsoldat ist an den Spätfolgen eines Anschlags gestorben. Der 24-jährige Fallschirmjäger war bereits im August 2008 Opfer einer Selbstmordattacke geworden. Die umkämpfte Provinz Herat liegt im Westen des Landes in der Nachbarschaft zum Iran. Gleichzeitig suchen Nato-Soldaten in Ostafghanistan nach 15 entführten afghanischen Polizisten. In der Gegend waren am Wochenende bei einer grossangelegten Attacke islamistischer Kämpfer acht US-Soldaten und rund 100 Angreifer gestorben. Nato-Generalsektretär Anders Fogh Rasmussen: “Es ist wichtig – nicht nur für die aktuellen Operationen, sondern auch für langfristig gesunde transatlantische Beziehungen, dass auch die Nicht-amerikanischen Verbündeten Mittel und Wege finden, mehr zu diesem Einsatz beizutragen.” Nicht so einfach – denn in vielen Ländern sinkt die Unterstützung des Wahlvolks. So ist gut die Hälfte der Briten in Umfragen skeptisch, das Gleiche gilt in Deutschland – allerdings steigt offenbar die Zahl derer, die einen überstürzten Abzug auch nicht gut finden würden. In den Niederlanden wollen zwei der drei Regierungsparteien das Mandat 2010 nicht verlängern. Seit 2006 sind etwa 1400 niederländische Soldaten in Süd-Afghanistan stationiert. Acht Jahre nach dem Beginn des Krieges kämpfen derzeit 60.000 Amerikaner und 35.000 Soldaten aus anderen Nato-Ländern in Afghanistan. Rund 4000 von ihnen kommen aus Deutschland. Erst im Frühjahr hatte US-Präsident Barack Obama zusätzliche Truppen ins Land geschickt, dennoch scheinen die radikal-islamischen Taliban-Kämpfer auf dem Vormarsch.