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Streit über Afghanistan-Strategie in den USA

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Streit über Afghanistan-Strategie in den USA

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In der Afghanistan-Debatte gerät US-Präsident Barack Obama unter Druck. Immer mehr US-Soldaten kommen bei den Kämpfen gegen die radikal-islamischen Taliban ums Leben, die amerikanische Bevölkerung geht Umfragen zufolge auf Distanz zu dem Krieg. Der Oberbefehlshaber der internationalen Schutztruppe ISAF, Stanley McChrystal, hat 40.000 zusätzliche US-Soldaten gefordert, über deren Entsendung Obama entscheiden soll. Die oppositionellen Republikaner drängen: Obama dürfe sich nicht länger Zeit lassen. Senator John McCain sagte, er halte die Analyse des Generals McChrystal für richtig. Seine Forderung sollte so schnell wie möglich erfüllt werden. Erst im Frühjahr hatte Obama neue Truppen nach Afghanistan entsandt. Beim Besuch in einem Zentrum zur Bekämpfung des Terrorismus im Bundestaat Virgina sprach der US-Präsident von realen Fortschritten im Kampf gegen al-Qaida und andere Terrornetzwerke. Auch die europäischen NATO-Partner der USA sind in der Frage der Entsendung neuer Truppen gefordert. Militärexperten warnten davor, dass die Taliban weite Landesteile zurückerobern könnten, was der Terrororganisation al-Qaida die Möglichkeit gäbe, besser Fuß zu fassen.