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"Strom tanken" von LA bis San Francisco

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"Strom tanken" von LA bis San Francisco

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Unter kalifornischer Sonne läßt es sich absolut umweltverträglich dahinrollen. Ganz wie es Gouverneur Arnold Schwarzenegger seinen Wählern versprochen hat, brauchen sie nicht auf ihre Riesen-Schlitten zu verzichten. Die Firma Tesla liefert die als umweltschonende Elektromobile. Und weil die nun mal Strom tanken, ist jetzt auch von San Francisco bis Los Angeles der erste Highway komplett mit Ladestationen ausgestattet. Eine leere Batterie daheim in der Garage neu zu laden dauert bis zu 24 Stunden. An diesen “Schnellladestationen” bekommt so ein Elektroauto in rund drei-einhalb Stunden genug Saft für den nächsten Trip. Projektentwickler Peter Rive rät, man könne ja inzwischen essen gehen oder einkaufen, sich einen Film ansehen. Das wirklich Beeindruckende an diesem “Elektro-Korridor” sei aber die Möglichkeit, sich erstmals mit einem Elektrofahrzeug auf eine lange Highway-Tour zu machen.

Zur Zeit funktioniert das aber nur mit den teuren Tesla-Wagen. Die kosten so um hundert-tausend Dollar das Stück. Die Firma stellt allerdings die Möglichkeit in Aussicht, eventuell auch Ladeanschlüsse für billigere Elektroautos zu schaffen. Im Moment können die Pioniere des neuen Autozeitalters noch kostenlos ihre Batterien laden – noch gibt es keine Preisangaben für die Zeit, wenn solche Ladestationen allen Typen von Elektrofahrzeugen offenstehen sollen. Der Projektentwickler sieht das wie den Bau einer neuen Form von Eisenbahn. Als nächsten Schritt werde man möglicherweise San Francisco und Sacramento verbinden und dann gleiches an der Ost-Küste tun. Und in einigen Jahren werden dann alle großen Städte im Land miteinander verbunden sein. An Kaliforniens erster Elektro-Lade-Strecke wird rundum auf erneuerbare Energie gesetzt. Der Strom kommt ausschließlich aus Sonnenkollektoren. Hier kann man im wahrsten Sinne des Wortes “Sonne tanken.”