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Tory-Chef: "Harte Wegstrecke vor den Briten"

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Tory-Chef: "Harte Wegstrecke vor den Briten"

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David Cameron, Chef der britischen Konservativen, stimmt seine Partei auf einen Machtwechsel ein. Den Briten stehe “eine harte Wegstrecke” bevor, sagte er in einer emotionalen Grundsatzrede vor dem Parteitag in Manchester.

Cameron versprach vor allem – einen kleineren Staatsapparat und – mehr Eigenverantwortung “Wir müssen der britischen Kultur der Verantwortungslosigkeit die Stirn bieten – das kann hart werden für viele Menschen,” so Cameron. “Wir müssen der Bürokratie der Groß-Regierung Labours ein Ende machen, diesem zeitraubenden, verschwenderischen und die Verantwortung zersplitternden Unsinn.” Zu Afghanistan sagte der nach Umfragen mutmassliche künftige Regierungschef: Er wolle britische Truppen nicht noch einmal acht Jahre lang dort stationieren. Notfalls müsse das Kontingent aber noch einmal aufgestockt werden, um den afghanischen Staat in die Lage zu versetzen, das Land selbst zu stabilisieren. Und zu Europa: “Also hier ist ein progressiver Reform-Plan für Europa: Lassen Sie uns da zusammenarbeiten, wo die EU Nutzen stiftet wie bei Klimaschutz, weltweiter Armutsbekämpfung oder Verbreitung von freiem und fairem Handel. Aber wir wollen zurück zu einer demokratischen und verantwortungsvollen Politik – und da sollte die EU keinen Einfluss haben.” Auf ein mehrfach versprochenes britisches Referendum zum Vertrag von Lissabon ging Cameron nicht näher ein. Sein Schatten-Aussenminister William Hague hatte daran bereits eine “grössere Zentralisierung der Macht jenseits demokratischer Kontrolle” kritisiert.