Eilmeldung

Eilmeldung

Flüssiges im Handgepäck bleibt verboten

Sie lesen gerade:

Flüssiges im Handgepäck bleibt verboten

Schriftgrösse Aa Aa

Fluggäste müssen wahrscheinlich auch weiterhin bei der Handgepäck-Kontrolle volle Flaschen wegwerfen und sich von vergessenen Parfumflakons oder Zahnpastatuben trennen.

Die EU-Kommission will das Verbot von Flüssigkeiten im Handgepäck bis 2012 verlängern. Bis dahin sollen alle Flughäfen mit mehr als zehn Millionen Passagieren im Jahr eine neue Technik installieren. An kleineren Flughäfen soll der Bann sogar noch weitere zwei Jahre gelten, bis Kontrolltechniken zum Erkennen von Flüssigsprengstoff auch dort verfügbar sind. Die europäischen Verkehrsminister bekamen einen entsprechenden Entwurf der Kommission vorgelegt. Das seit 2006 geltende Verbot sollte eigentlich im kommenden April auslaufen. Aber Wissenschaft und Industrie sind noch nicht soweit. Im Jahr 2006 hatte die britische Polizei nach eigenen Angaben am Londoner Flughafen Heathrow Terroranschläge mit Flüssigsprengstoff auf US-Flugzeuge vereitelt. Seitdem dürfen Passagiere in der Regel maximal 100 Milliliter pro Packung oder Gefäß an Bord mitführen. Außerdem ist die Gesamtmenge der Flüssigkeiten auf einen Liter begrenzt, sie müssen in einem durchsichtigen und wieder verschließbaren Beutel verstaut sein. Babynahrung und Medikamente sind von dem Verbot in der Regel ausgeschlossen.