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Friedensnobelpreis: Wer folgt Ahtisaari?

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Friedensnobelpreis: Wer folgt Ahtisaari?

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Im vergangenen Jahr war die Jury sich einig: Den Friedensnobelpreis erhielt Finnlands ehemaliger Präsident Martti Ahtisaari für seine meist erfolgreiche Arbeit als Makler bei Konflikten und Kriegen auf mehreren Kontinenten. Für den Friedensforscher Kristian Berg Harpviken ist in diesem Jahr die 1955 geborene Kolumbianerin Piedad Córdoba eine der Favoritinnen. Sie habe sich beharrlich und erfolgreich für ein Ende des Bürgerkrieges zwischen FARC-Rebellen und der Regierung in ihrem Land eingesetzt, sagt er. Kritiker werfen ihr allerdings vor, sie habe zu gute Kontakte zu Venezuelas Präsidenten Hugo Chavez.

Außerdem auf der Liste: die französisch-kolumbianische Menschenrechtsaktivistin Ingrid Betancourt, die im vergangenen Jahr nach fünfjähriger Geiselhaft von der FARC freigelassen worden war. Simbabwes Ministerpräsident Morgan Tsvangirai. Der Friedensnopelpreis könnte seine Position in der Regierung der nationalen Einheit mit Präsident Robert Mugabe stärken. Im Gespräch ist auch der jordanische Prinz Ghazi Ibn Mohammad. Er gilt als direkter Nachkomme des Propheten Mohammed und tritt für einen friedlichen Dialog zwischen Religionen und Kulturen ein. Auch Sima Samar, ab 2002 Ministerin für Frauenfragen in Afghanistan und unermüdliche Verfechterin der Menschenrechte in ihrem Land, wird hoch gehandelt. Und schließlich die Russin Lidia Jusopowa, die sich seit langem für die Menschenrechte in Tschetschenien einsetzt. Insgesamt stehen in diesem Jahr stehen 205 Namen und Organisationen auf der Kandidatenliste – so viele wie nie zuvor. Euronews übertägt die Verleihung des Friedensnobelpreises an diesem Freitagmorgen von 11 Uhr an.