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Gratulationscour für Obama

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Gratulationscour für Obama

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Staats- und Regierungschefs in aller Welt haben dem amerikanischen Präsidenten zum Friedesnobelpreis gratuliert. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in Berlin, Obama habe in kurzer Zeit weltweit neue Gesprächsbereitschaft geschaffen. Für das von Obama gesetzte Ziel einer atomwaffenfreien Welt sollten sich alle einsetzen; der Nobelpreis sollte ein Ansporn sein, auf diesem Weg weiterzugehen. Der ehemalige finnische Präsident Martti Ahtisaari, der den Friedensnobelpreis im vergangenen Jahr erhalten hatte, würdigte Obamas Einsatz für eine Zwei-Staaten-Lösung des Nahost-Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern: Der Friedensnobelpreis für Obama müsse in diesem Zusammenhang als Ermunterung gesehen werden. Auch der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi reihte sich ein in die Gratulationscour: Während der Kabinettssitzung hätten die Teilnehmer von der Ehrung aus Oslo erfahren und Obama mit Überzeugung applaudiert, erklärte Berlusconi. Die Entscheidung des Nobelkomitees sei eine Zukunftsinvestition. Obama werde in “ökumenischem” Geiste handeln müssen. Doch es gab nicht nur Glückwünsche. Viele Kritiker sprachen von einer verfrühten Entscheidung, so auch der polnische Friedensnobelpreisträger Lech Walesa.