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Lob und Kritik für Preisverleihung an Obama

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Lob und Kritik für Preisverleihung an Obama

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In den USA stieß die Verleihung des Friedensnobelpreises auf ein geteiltes Echo.

“Ghandi hat jahrelang gekämpft bevor er den Preis erhielt. Sie hätten etwas warten sollen”, meint Isaac Bonilla aus New York. Die Amerikaner fragten sich, “was hat Obama eigentlich erreicht?”, meinte der Parteivorsitzende Michael Steele. Die Entscheidung sei unglücklicherweise Folge von Obamas Strahlkraft als Politstar. “Dies ist ein Signal des Rests der Welt an die Vereinigten Staaten, das wir mit seiner Wahl etwas richtig gemacht haben”, glaubt der Washingtoner David Imig. Für den Leitartikler der Financial Times Deutschland war es der “Du bist nicht Bush Preis”. In Teheran glaubt man noch nicht an eine Politikwende der USA. “Wer mit dem israelischen Regime kooperiert und es unterstützt verdient den Friedensnobelpreis nicht. Das war ein Fehler”, erklärte Massud Savoji aus Teheran. “Es ist zu früh, sie hätten gründlicher nachdenken müssen”, findet der Teheraner Gastwirt Hussein Alalei. Die Süddeutsche Zeitung spricht davon, dass das Nobel-Komitee dem “Messias-Wahn” erlegen ist und ihm “jegliche Urteilskraft abhanden gekommen ist”.