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Mond wird angeschossen

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Mond wird angeschossen

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Die amerikanische Weltraumagentur NASA will heute die Existenz von Wasser auf dem Mond nachweisen. Dabei lässt die NASA die Raketenstufe einer Raumsonde wie ein Geschoss in einen Krater am Südpol des Mondes aufschlagen. Dadurch wird Mondstaub aufgewirbelt, den die Raumsonde LCROSS auf Spuren von Wasser untersuchen soll.

Kurz danach wird die Sonde ebenfalls auf dem Mond zerschellen.Jim Garvin, Chefwissenschaftler erklärt: “Dieses Experiment dient dazu, bis zu 10 Meter tief in die Oberfläche des Mondes zu dringen. Mit einer Wucht, die vergleichbar ist mit mehreren Tonnen TNT-Sprengstoff. Durch den Einschlag wollen wir Signale erhalten die wir messen können.”

Die Rakete wird mit einer Geschwindigkeit von fast 9.000 Stundenkilomern aufschlagen, der Mondstaub bis zu 10 Kilometer hoch aufsteigen. Jim Garvin sagt weiter:“Es ist eine der großen Herausforderung bei der Erkundung, ob menschliches Leben auf dem Mond möglich ist. Wir müssen nutzen was dort vorhanden ist.” Das gesamte Unternehmen kostete rund 53 Millionen Euro. Die Sonde war am 18. Juni gestartet. Der Raketeneinschlag ist für heute 13.30 deutscher Zeit geplant.