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Warum Obama?

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Das Nobelkomitee in Oslo hat in der Vergangenheit oft den Versuch unternommen, mit dem Friedensnobelpreis aktuelle Entwicklungen positiv zu beeinflussen. Doch selten argumentierten die Juroren derart deutlich: “Das Komitee hat die spezielle Bedeutung von Obamas Vision einer Welt ohne Kernwaffen unterstreichen wollen. Nur sehr selten kommt es vor, daß einer einzelnen Person die Aufmerksamkeit der ganzen Welt gilt, und sie Hoffnung auf eine bessere Zukunft vermitteln kann.”

Mehrfach schon vergab das Komitee Nobelpreise für weltpolitische Friedensinitiativen – unabhängig davon, ob diese bereits abgeschlossen waren oder nicht. Ob sich Obamas Traum von einer nuklearwaffenfreien Welt jemals realisieren lässt, muss sich in den Augen vieler Skeptiker aber erst zeigen… Obama im April 2009 in Prag: “Wir, die Vereinigten Staaten werden konkrete Schritte unternehmen, um eine Welt ohne Nuklearwaffen zu erreichen,- und andere Drängen, es uns gleichzutun”. Den Nachweis sich einer Politik des Friedens verpflichtet zu fühlen, muss Obama auf dem internationalen Parkett jedoch erst erbringen: Und zwar sowohl was Afghanistan, den Irak, Iran oder Nahost betrifft. Zweifel daran, ob der Preis nicht zu früh komme, äußerten vor Allem die US-Medien. Das konservative “Wall Street Journal” fragte nach dem “Wofür?” und nannte die Vergabe “grotesk”.